Inselhalle – Lindau

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Inselhalle

LINDAU

Die im Jahr 1981 errichtete Lindauer Inselhalle bot für Tagungen und Kongresse kein zeitgemäßes Ambiente mehr. Ein ganzheitliches Konzept vereint Bestand und Neubauten unter einem gemeinsamen polygonalen Dach und einer gestalterischen Handschrift. Schneider war unter anderem für die Realisierung der vertikalen Blechfassade und der Pfosten-Riegel-Fassade verantwortlich.

Jedes Jahr treffen sich Nobelpreisträger mit Jungwissenschaftlern in der Inselhalle. Wer möchte nicht in einer idyllischen Umgebung tagen, mit Blick auf Wasser und Berge. Doch dazu braucht es in der heutigen Zeit eine zeitgemäße Konferenzlocation und die alte Inselhalle Lindau erfüllte diese Kriterien nicht mehr. Nach dreijähriger Sanierung wurde das Tagungshaus 2018 mit der Möglichkeit flexibler Raumeinteilung und modernster Technik wiedereröffnet. Auer Weber Architekten beließ den eigentlichen Saal weitgehend unverändert, es wurden nur bodentiefe Türen zum See hin integriert. Das neu gebaute, vollverglaste Foyer, Halle und Nebengebäude fassten die Architekten über polygonal gefaltete, kupferfarbene Dachflächen aus Aluminiumblech zusammen und griffen so die bestehende Dachform auf. Auf der gegenüberliegenden Seite des frisch gestalteten Vorplatzes wurde ein Parkhaus mit Feuerwache und Bootsanlieger errichtet.

Kupfer für die Fassaden bestimmt das Erscheinungsbild. Farben und Materialien des neuen Ensembles beschränken sich auf Schwarz, Weiß, Grau, das von den Ziegeldächern der Altstadt abgeleitete Kupferdach und die im Saal dominierende Eiche. Das Metallische des Hallendachs findet sich an der von Schneider realisierten Blechfassade von Inselhalle und Parkhaus wieder. Pulverbeschichtete und gekantete Aluminiumbleche sowie schmale, kupfern schimmernde Aluminiumbänder geben den Gebäuden einen warmen, lebhaften Charakter. So einheitlich das Bild heute erscheint, so divers waren die Herausforderungen für Planung, Fertigung und Montage der Blechfassade. Die verschiedenen Befestigungsuntergründe Stahl, Beton und Trockenbau erforderten angepasste Berechnungen der Bewegungs- und Toleranzaufnahmen. Darüber hinaus war aufgrund der Form und der vielen Gebäudeecken kaum ein Teil identisch. Die Aufteilung der verglasten Aluminium-Pfosten-Riegel-Fassade mit Vogelschutzsiebdruck sollte perfekt mit dem Kantblech harmonieren und beim Parkhaus musste das Lochmuster der Blechfassade genau auf der Kante sitzen.

PROJEKTDATEN

BAUHERR

Stadt Lindau

ARCHITEKT

Auer Weber Architekten BDA

LEISTUNGSZENTRUM

2016 - 2018

FASSADENFLÄCHE

5.000 m²

AUSFÜHRUNGSART

Sanierung und Erweiterung Inselhalle: verglaste Aluminium-Pfosten-Riegel-Fassade, Aluminium-Kantblech-Kalt-Fassade, Foyer: verglaste Stahl-Pfosten-Riegel-Dach-Fassade, Parkhaus: UG und EG in Aluminium-Fenster-/Türkonstruktion, 1.-3.OG mit Sonder-Aluminium-Loch-Kantblech-Kalt-Fassade (Blechfassade).